Wein in
Scherwiller





 

Scherwiller: Ein Weindorf

Der Name dieser 3000 Einwohner zählenden, in 185m Höhe an der Weinstrasse gelegenen Gemeinde wurde schon sehr früh in den Schreibweisen «Sceravillare» oder «Scerwiller» erwähnt und bezeichnete den Weiler am Ufer des ehemals "Scheer" genannten Flusses, der heute den Namen Aubach trägt.

Scherwiller liegt an einem Knotenpunkt zweier wichtiger römischer Verkehrswege: entlang der West-Ost Achse verläuft die Salzstrasse aus dem Villé-Tal, auf der Nord-Süd Achse eine römische Straße, von der zwei verbleibende Meilensteine in der Gemeinde bewundert werden können. Diese strategisch günstige Lage führte im 12. Jahrhundert zum Bau des Ortenburger Schlosses.

Das im Herzen des Elsass gelegene Dorf bildet den Mittelpunkt eines 461 Hektar großen Weinbaugebiets, welches sich von den Hügeln unterhalb des prestigeträchtigen Schlosses bis zur elsässer Ebene erstreckt.

Scherwiller und seine Weingärten waren über die Jahrhunderte hinweg Zeugen zahlreicher historischer Vorgänge:
- Gegenstände aus dem Neolithikum (Waffen, Pfeilspitzen, Äxte, behauener Feuerstein) wurden zwischen den Reben gefunden.
- der Legende nach hat die um 660 geborene Heilige Odile ihre Kindheit in Scherwiller verbracht (im Dorf kann die Kapelle der Heiligen Odile besichtigt werden).
- die ältesten schriftlichen Erwähnungen der Weingärten von Scherwiller gehen auf das Jahr 888 zurück, als die Kaiserin Richarde den Zehnt aus der Weinernte dem Kloster Gegenbach (Deutschland) schenkte.
- während dem Bauernkrieg im Jahre 1525 wurden die aufständischen Bauern von den Truppen des Herzogs von Lothringen hingemetzelt.
- in der jüngeren Vergangenheit wurde der Elsass durch die Konflikte zwischen Deutschland und Frankreich geprägt, im Zuge derer das Dorf mehr als nur einmal die Staatsangehörigkeit gewechselt hat.

 

Rechtlische Hinweise - © Confrérie des Rieslinger - Syndicat Viticole de Scherwiller - Sentier Gourmand ®

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